D=OUT Report
19. April 2009 @ COLUMBIACLUB in Berlin
Immer mehr japanische Bands zieht es nach Europa und zu uns nach Deutschland. So auch die junge Band D=OUT, die im Rahmen ihrer ersten Europatour im April auch zwei Konzerte in Deutschland spielten. Das erste fand in Köln statt, einen Tag später waren die Musiker in Berlin im Columbiaclub und wir durften sie dort live erleben.
Wie gewöhnlich trafen sich die ersten Fans schon Stunden vor dem Konzert am Veranstaltungsort und Passanten zogen mit neugierigen oder irritierten Blicken an ihnen vorüber. Sie bunte Meute sammelte sich auf den sonnigen Stufen vor dem Eingang und wartete auf den Einlass.
Ab 18.30 Uhr füllte sich der Club langsam, die Menge blieb übersichtlich. Es ging ganz ohne Schieben und Drängen, jeder hatte gute Sicht auf die Bühne und das wirkte auch auf die Stimmung. Das Publikum brauchte mehr gute Laune mit als eine bis zum letzten Platz vollgestopfte Halle und das bewiesen sie während des Konzertes.
Nach einer Stunde Warten begrüßte der deutsche Tourmanager die Fans. Er versicherte uns, dass es D=OUT, die jetzt fast am Ende ihrer Europatour in Berlin ihr zweites Deutschlandkonzert spielten, in Deutschland bis jetzt am besten gefällt und die enthusiastischen Beifallsrufe des begeisterten Publikums ließen auch den Grund dafür vermuten. Zum Schluss seiner kleinen Ansprache, während der er den Fan auch einen Klatschrhythmus für einen am Ende des Konzertes zeigte, verriet der Manager noch, dass die Band nach dem Konzert noch eine Autogrammstunde für ihre Fans in der Halle geben wollten. Das Publikum war mehr als entzückt.
Dann endlich erklommen Drummer Minase, Bassist Reika, Gitarrist Hikaru und Ibuki und schließlich Sänger Kouki nacheinander unter tosendem Lärm der Fans die Bühne und trat vor ihr erwartungsvolles Publikum. Nachdem unauffällig ein kleines technisches Gitarrenproblem gelöst war, wären die Band noch den Saal begrüßte, ging es los.
D=Out spielte eine Mischung aus sehr rockigen Parts und einigen ruhigeren Balladen mit guter Soundqualität und Kouki zeigte, was er alles aus seiner Stimme herausholen kann. Er begeisterte nicht nur durch eine gute Gesangsstimme, sondern beeindruckte auch durch besonders ausdauerndes Growling. Daneben stach Reikas starkes Bassspiel, wie das spielerische Können aller Musiker hervor. Man spürte, dass die Band wirklich gern in Deutschland auf der Bühne steht und die gute Kritik, die uns seit D=OUT's Gründung im Dezember 2006 aus Japan erreicht, durchaus gerechtfertigt ist.
Kouki mühte sich zwischen einigen Songs mit Kommentaren an das Publikum. Später wollte er schließlich auch seine Bandmitglieder vorstellen, doch die Fans nahmen ihm die Aufgabe ganz schnell ab und riefen die Musiker beim Namen, noch ehe Kouki sie aussprechen konnte. Die einzelnen Mitglieder richteten sich darauf hin mit kurzen Kommentaren, meist eine Mischung aus Japanisch und Englisch, an ihre Fans. Ibuki brachte dabei den längsten Kommentar, der jedoch zu großem Teil aus „Ähh" bestand. Das Publikum wusste seine Mühe jedoch zu würdigen.
D=Out brachte den Columbiaclub zum beben und die Fans nutzen begeistert den großzügigen Platz in der Halle für ihre Tänze und Para-Para-Einlagen. Das Publikum ging großartig mit und stimmte schnell in den Gesang ein. Zum Schluss der Show schien die Band gar nicht wirklich von der Bühne zu wollen. Immer wieder setzten die Musik und Koukis Growling und Wasserfontänen auf die Fans neu ein und zögerte den Abgang weiter hinaus. Als sie schließlich doch die Bühne verließen, waren sie noch nicht richtig hinter den Kulissen verschwunden als das Publikum schon nach Zugabe verlangte. Mit verschiedenen Rufenvarianten, Stampf- und Klatschrhythmen versuchten sie die Band zurück auf die Bühne zu locken.
Nach einer kurzen Pause, in der sich einige noch am Marchandise-Stand mit Artikel versorgten, die sie später signieren lassen wollten, betraten die Musiker noch einmal die Bühne. Sie hatten ihre Outfits gegen ihre Tourshirts getauscht und trugen nun zusätzlich kimonoähnliche Hemden mit japanischen Mustern. Kouki erklärte als Grund dafür das traditionelle japanische Frühlingsfest. Dann gaben sie die Zugabe und die Fans klatschten dazu enthusiastisch den zu Beginn der Show kennen gelernten Rhythmus. Nach etwa eine und einer halben Stunde verklangen die letzten Töne des Konzertes und D=OUT verabschiedeten sich von der Bühne.
Wie versprochen wurde nur wenige Minuten später an der Seite der Halle ein langer Tisch aufgebaut und mit Stiften versehen. Schnell versammelten sich die Fans an diesem Tisch und bildeten die lange Schlange quer durch den Club. Dann kamen die Musiker aus ihrer Gardarobe. Die Signierstunde am Ende der Konzertes war der i-Punkt der Show und das beste Ende, das ein Konzert haben kann.
Wir möchten uns bei den Organisatoren und Veranstaltern von Rock:ID bedanken.