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girugämesh Report
12. Mai 2009 @ MARKTHALLE in Hamburg

Nach dem sie 2007 auf dem J-Shock Festival in Köln und während der InMotion Asia-Pacific in Berlin ihre ersten beiden Shows auf deutschem Boden gespielt haben, ist es für girugämesh in diesem Jahr bereits die zweite One-Man-Tour in Europa. Die japanische Hardcore/Metal Band zog diesmal ihre deutschen Fans in die Städte Hamburg, Berlin und Bochum und wir waren bei ihrer ersten deutschen Show der Tour in der Hansestadt dabei.

Vor der Markthalle hatten sich am Abend eine Menge, ganz der Band entsprechend größtenteils schwarz gekleidete Fans versammelt und blockierten den Durchgang auf dem Fußweg seit Stunden fast vollständig. Viele der jüngeren Fans verweilten schon seit der Autogrammstunde von girugämesh am Nachmittag an der Halle. Das Tor war diesmal bereits vor dem eigentlichen Einlass geöffnet wurden und die Stufen zum Eingang der Halle von der Meute eingenommen, sodass uns der halsbrecherische Sturm auf die Treppen glücklicherweise erspart blieb als die Halle pünktlich um 19 Uhr für uns freigegeben wurde.
In der folgenden Stunde füllte sich die Halle trotz vieler Leute verhältnismäßig geordnet und schließlich erlösch das Licht und das Gekreische der größtenteils weiblichen Fans scholl an, obwohl girugämesh doch auch mehr männlichen Besuch ins Publikum lockten als viele andere japanische Bands.
Dann betraten die Musiker die Bühne, komplett in schwarz gekleidet und mit langärmligen Kapuzenshirts. Wenige Augenblicke später legten girugämesh mit „Break Down“ los und erfüllten die Halle mit harten, rockigen Klängen. Sie spielten hauptsächlich Lieder aus den letzten beiden Alben MUSIC und Girugämesh. Songs wie „DEAD WORLD“, „puzzle“, „CRAZY-FLAG“ und „Vermillion“, aber auf der Setlist standen auch noch andere Songs wie zum Beispiel „ALIVE“ von ihrer gleichnamigen Single, die erst im Juni herauskommen wird.
Immer wieder zog Sänger Satoshi von Lied zu Lied seine Kapuze tief ins Gesicht und er verschwand beinah vollständig in seiner schwarzen Hülle. Eine Geste, die man auch ohne den genauen Wortlaut der depressiven, kritischen Text, die er in die Halle schmetterte, zu kennen eindeutig versteht. Mit Klatschrhythmen animierte er das Publikum zu Hochtouren und Яyo sprang hin und wieder vom Schlagzeug auf und übernahm den Rhythmus mit seinen Sticks, Bassist ShuU sprang hinter ihm auf eine Empore und haute kräftig in die Saiten. Was die Show angeht, standen girugämesh ziemlich gut auf der Bühne, doch auch musikalisch rissen sie die Fans mit sich. Sie klatschten, sprangen, headbangten. Sogar zwei Crowdsurfer versuchten ihr Glück.
Nach „puzzle” gab es schließlich einen Membercomment von ShuU, insgesamt konzentrierte sich die Band aber eher auf ihre Musik. Nach etwa einer Stunde harter Riffs, düster-melodischen Gesänge und eingängigen Rhythmen gingen die Spots für einige Augenblicke aus, dann tauchte die Bühne in ein mystisch-violettes Licht und der Sound von „evolution” erklang. Als am Ende des Songs das Licht erlosch, verschwanden auch girugämesh von der Bühne. Sofort hallte der Ruf nach „Encore” durch den Saal. Klatschen, Stampfen, Schreien - minutenlang, dann kehrten girugämesh auf die Bühne zurück.
Anstatt der typischen Tourshirts, welche die meisten Bands während ihrer Zugabe tragen, stecken Satoshi, Nii, ShuU und Яyo in Shirts mit der Aufschrift „Hamburg“. Eine nette Geste für das Publikum aus der Hansestadt.
ShuU hielt sich und das schreiende Publikum zur Erinnerung auf seiner Videokamera fest, anschließend spielten girugämesh noch den Song „Kowareteiku sekai” als Zugabe.
Nach nur ein und einer viertel Stunde war das Konzert bereits zu Ende. Die Show war kurz aufgefallen, die Stimmung trotzdem großartig. Zum Abschied hielten Яyo und Satoshi ein Banner mit den Chibi-Charakteren der vier Bandmitglieder hoch, dass ihre Fans für sie gemalt und signiert hatten.


Wir möchten und bei Twisted Talent und Neo Tokyo für die Gelegenheit, euch von dieser Show in Wort und Bild berichten zu können, bedanken.


Autor: noi


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